Betriebliche Gesundheitsförderung

Der Körper ist ein Tempel der Seele – was im 1. Korinther, Vers 6 sinngemäß steht, kann in der Führung von Unternehmen handlungsleitend sein: Nur wenn ich mir als Führungskraft bewußt bin, daß die Gesundheit der Organisation von der Gesundheit meiner Mitarbeiter und diese wiederum von meiner Gesundheit abhängt, werde ich Erfolg haben. Und Erfolg heißt nicht allein, kaufmännische Ziele zu erreichen, wie Umsatz und Ebit, sondern auch sicher durch disruptive Veränderungen zu führen und die Betriebliche Gesundheitsförderung zu verantworten.

Betriebliche Gesundheitsförderung

Gesund Führen in disruptiven Veränderungen

Veränderungen, von denen heute kaum ein Unternehmen, ganz gleich welcher Branche und Betriebsgröße, ausgenommen ist. Diese Disruption, im Industriebetrieb, im Call Center, beim Hafenlogistiker oder im Start Up-Unternehmen, bedeutet für viele Beschäftigte vor allem Unsicherheit. Unsicherheit hinsichtlich des Inhaltes der Arbeit, aber auch hinsichtlich des Arbeitsplatzes selbst. Die umgekehrten Chancen: mehr Autonomie, mehr Entscheidungsfreiheit, abwechslungsreichere Berufsbiographien, lebenslanges Lernen werden häufig übersehen. Oder besser: Sie werden nur von denjenigen gesehen, die sich auf diese Veränderungen einlassen und ausreichend Resilienz im Umgang mit Rückschlägen, Überforderungen oder beruflichen Niederlagen mitbringen. Hier entscheidet sich, ob ich meiner Arbeit mit “emotional angezogener Handbremse” nachgehe, oder ob ich in ihr Befriedigung und damit Stimulanz erlebe. Und es entscheidet – zumindest potenziell – mit über Gesundheit oder Krankheit am Arbeitsplatz.

Nicht jedem kann in gleichem Maß Resilienz abverlangt werden – auch in noch so flachen Hierarchien existiert ein unterschiedlicher Grad an Verantwortung. Mehr Verantwortung heißt nicht automatisch, mehr Belastung, mehr Unsicherheit und damit höheren Risiken für die (psychische) Gesundheit ausgesetzt zu sein. Aber es heißt, mehr Verantwortung zum Umgang mit diesen Risiken oder: mehr Verantwortung für die eigene Resilienz.

Gesund führen im Betrieb

Anders gesagt: Führungskräfte mit besonderer Verantwortung müssen sich den Folgen einer etwaigen eigenen Krankheit für die Organisation stärker bewußt sein als Mitarbeiter mit – eben – weniger Verantwortung. Auch was Gesundheit angeht, wird am role model gelernt und eine verantwortungsbewusste Führungskraft sollte versuchen, role model zu sein. Also: Achtsamkeit mit sich selbst! Die eigene Gesundheit gehört auf die Tagesordnung des Managers, des Unternehmers und des Personalers – gerade in Zeiten, in denen Umbrüche selbstverständlich sind und sich immer schneller vollziehen.

Sich selbst gesund zu führen, heißt nicht, in sich selbst eine biologische und psychische Maschine zu sehen, die immer funktionieren muß. Resilienz kann sich auch darin zeigen, daß man Krisen und “Erkrankungen” zuläßt, offen mit ihnen umgeht, sich aber nicht von ihnen beherrschen läßt. Vor allem: Diejenigen, für die man als Führungskraft Verantwortung hat, die Mitarbeitenden, dürfen nicht als Ventil für den Umgang mit der eigenen Krankheit herhalten! Und: Die Erfahrung eigener Krankheit sollte sensibler und, nun ja, auch kompetenter für den Umgang mit Erkrankungen im Team und in der Organisation machen.

Gesunde Mitarbeiter sind motivierte Mitarbeiter

Sich und andere gesund zu führen, lässt sich extrem simpel als praktischer Anwendungsfall des Kant’schen Kategorischen Imperativs verstehen. So, wie ich mich selbst führe und geführt werden möchte, so verhalte ich mich gegenüber “meinen” Geführten.

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